Ausflug ins Lillachtal – Sinterterrassen bei Weißenohe

Erst waren wir, die jungen Leute der Berufsschulstufe (und ihre Begleiter) mit der U-Bahn, dann mit der Regionalbahn über den Nordostbahnhof nach Weißenohe unterwegsLillachtal5. Dort waren die Sinterterassen im Lillachtal unser Ziel.

Gewandert wurde durch das Dorf, zu einem großen Bauernhof Lillachtal2   , der zum ersten Picknick lud. Weiter ging es in den tiefen Wald, hoch entlang dem Kalktuffbach Lillach im Naturpark Fränkische Schweiz.

Lillachtal1Das Wasser des Lillachs fließt über Terrassen, die aussahen wie Treppen, über kalksteinhaltigen Boden herunter. Durch den kohlendioxidhaltigen Regen, der auf den Kalksteinboden fällt, sickert er in das Gestein und wäscht einen Teil des Kalks aus dem Kalkgestein. Deswegen ist das Wasser der Lillach mit Kalk angereichert. Dieser Prozess wird durch kleine Wasserfälle und Verwirbelungen im Flusslauf gestoppt. Hierbei wird das Kohlendioxid wieder gelöst. Der Kalk fällt aus und lagert sich an den im Wasser wachsenden Pflanzen wieder ab. Die so gebildeten Krusten an der Pflanze werden Tuffe genannt. Die Pflanzen im kalkhaltigen Wasser wachsen über die von Kalk gebildeten Krusten hinaus und es bilden sich dann wieder neue Krusten. Es entstehen stockwerkartige Kalkgebilde, die sogenannten Sinterstufen. Sie wachsen jährlich nur um zwei bis drei Millimeter. So entstand über 10000 Jahre das Naturdenkmal Lillachtal.Lillachtal4

Lillachtal3Natürlich versuchten wir auch auf größeren, herausragenden Steinen im Flussbett zu balancieren. Aber Vorsicht: Rutschgefahr! Die Steine waren so glitschig, dass man leicht ins Wasser fallen konnte. Der Fluss führte an diesem Tag allerdings nur wenig Wasser, da es in den letzten Wochen kaum geregnet hatte.

Auf dem Rückweg kamen wir wieder zum Bauernhof und legten eine zweite Picknickrunde ein. Dabei konnte wir ein paar Kühe am Kopf streicheln, die sich das sichtlich gefallen ließen.

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